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Judo
Einführung

Die Anfänge

Jigoro Kano, am 28. Oktober I860 geboren, entwickelte die Kampfsportart, die heute Kodokan-Judo genannt wird, indem er 1882 die klassischen Jujutsu-Regeln neu formulierte und veränderte. Die beliebte Form des Judo, wie sie derzeit weltweit ausgeübt wird, ist eine neuere Anpassung, die einen sich immer weiter verbreitenden Sport kennzeichnet.

Als junger Mann war Jigoro Kano körperlich nicht stark. Im Alter von 18 Jahren begann er, um seine schwächliche Verfassung zu überwinden Jujutsu zu lernen - eine Kampftechnik gegen bewaffnete oder unbewaffnete Gegner, die mit Hieb- oder Stichwaffen angreifen oder ohne Waffen schlagen, treten oder würgen.

Er übte Jujutsu gründlich in zwei Schulen und lernte verschiedene Techniken: Die Tenshin-Shinyo-ryu-Schule betonte Schläge, Halte- und Würgegriffe, während die Kito-ryu-Schule Hebel- und Wurftechniken bevorzugte Jigoro Kano beschloss, sich auf die besten Techniken beider Schulen zu konzentrieren, und versuchte, das Grundprinzip herauszufinden, das die verschiedenen Methoden des Jujutsu miteinander verband.

Er schloss die Universität Tokio 1881 ab, und 1882 wurde Kodokan-Judo offiziell eingeführt. Er verbrachte viele Stunden damit, ein neues Verteidigungssystem zu formulieren, indem er gefährliche Jujutsu-Aktionen ausschloss, andere Techniken beibehielt und eine Philosophie des geistigen und körperlichen Trainings hinzufügte. Das Ju in Judo stammt aus dem Chinesischen und bedeutet »sanft«, und das do bedeutet »Weg« - mithin ist ju-do der »sanfte Weg«. Obwohl Judo im Japan des 19. Jahrhunderts entstand, datiert der Begriff Judo den Sport um fast zweitausend Jahre zurück: Sprachforscher führen ihn auf den chinesischen Kaiser Kuang Wu zurück, der im l. Jahrhundert n.Chr. lebte. Als die vorherrschende Sprache Ostasiens beeinflusste das Chinesische Schrift und Wortschatz benachbarter Staaten wie Japan nachhaltig. Obwohl ursprüngliches Japanisch in der Sprache überwiegt, enthält sie doch auch Wörter, die früher vom Chinesischen ausgeliehen wurden.

Der Weg - oder do - des Judo war Jigoro Kano sehr wichtig, und so nannte er es Kodokan-Judo: Ko bedeutet »Übung«, do »Weg« und kan ist ein Raum oder Platz, wo geübt wird. Das Kodokan-Emblem verdeutlicht optisch das Kernprinzip des Judo, dass »das Sanfte das Harte bezwingen« kann - es zeigt ein Stück glühendes Eisen, umgeben von weißer Seide: Weiß kennzeichnet das sanfte Äußere und Rot den harten Kern.

Die Wurzeln des Judo

Der erste Dojo entstand 1882 auf dem Gelände des Eisho-ji-Tempels in Tokio und umfasste nur neun Mitglieder. Die ersten Schüler zahlten keine Gebühren, sondern wurden nachhaltig unterstützt. Um den Dojo zu finanzieren, übersetzte Jigoro Kano bis spät in die Nacht Texte. Großes Interesse jedoch entstand erst 1886, als die Stadtpolizei von Tokio einen Wettkampf zwischen den Kodokan- und den Totsuka-Schülern veranstaltete, einer der größten Jujutsu-Schulen: Kanos Judoka gewannen 13 Wettkämpfe, zwei endeten unentschieden.

1888 gewannen die Kodokan den Wettbewerb mit den Jujutsu-Schulen endgültig. Der Streit darüber, welches System der Selbstverteidigung die japanische Polizei einführen solle, hatte zwei Jahre angedauert: Die hervorragenden Wurftechniken zweier Kano-Schüler -Saigo Shiro und Yokoyama Sakujiro - hatten entscheidenden Einfluss auf den Sieg des Kodokan-Judo.

Schließlich überflügelte Judo Jujutsu in der Beliebtheit - nicht nur bei der japanischen Polizei, sondern im gesamten Land. Ursprünglich waren die Wettkämpfe offene Veranstaltungen, bei denen alle Gewichte gegeneinander antraten, aber bei der 18. Olympiade 1964 in Tokio wurden dann drei Gewichtsklassen eingeführt - Leicht-, Mittel- und Schwergewicht - sowie eine offene Kategorie. Modernes Wettkampf-Judo unterscheidet heute zwischen Geschlechtern und Gewichtsklassen.

1882 wurde Kano Lehrer an einer Schule für die gehobene Gesellschaft, und elf Jahre später Direktor einer Schule für Lehrerausbildung. 26 Jahre lang widmete sich Kano der Ausbildung und dem Wohlergehen der Lehrer an seiner Schule. Während dieser Zeit gründete er auch Kobun Gakuin, das ausländische Schüler aufnahm und ausbildete. Desgleichen gründete er die private Kano-Schule, die in den folgenden 40 Jahren mehr als 300 junge Männer in Judo unterwies.

Anfangs lag Kodokan ausschließlich in der Hand von Kano, aber 1894 wurde ein erstes beratendes Komitee eingerichtet, und 1909 wurde daraus eine Stiftung. Im selben Jahr wurde Kano das erste japanische Mitglied des International Olympic Committee (IOC), und zwei Jahre später gründete er den Japanischen Athleten-Verband und wurde dessen erster Präsident.

Kodokan ist jetzt der Sitz der All Japan Judo Federation, die 1949 gegründet wurde. Der Dachverband, die International Judo Federation, wurde 1951 gegründet und hat seinen Sitz im südkoreanischen Seoul. Kanos älteste Tochter, die verstorbene Noriko Watanuki, war viele Jahre Präsidentin der Kodokan-Frauenabteilung, und sein Enkel, Yukimitsu Kano, ist derzeit Kodokan-Präsident.

Am 4. Mai 1938 erlag Jigoro Kano einer Lungenentzündung und verstarb an Bord der SS Hikawa Maru. Er war auf dem Rückweg von Kairo, wo er an einer Sitzung des IOC teilgenommen hatte, bei der Tokio als Gastgeber der 12. Olympischen Spiele benannt worden war. Zum Zeitpunkt seines Todes war Judo so verbreitet, dass es alleine 100 000 Träger des schwarzen Gürtels gab. Der heutige Kodokan in Tokio wurde 1982 fertig gestellt, und für viele Judoka weltweit ist es ein Traum, hier einmal trainieren zu dürfen.

Judo – Ein Überblick

Judo ist ein Kampfsport, der sich aus Jujutsu entwickelt hat, einer Form unbewaffneten Kampfes, wie ihn die japanischen Samurai ausübten. Als Schüler der Jujutsu-Schulen stellte Jigoro Kano fest, dass sie ihre Techniken als Abfolge vorher abgesprochener Formen einsetzten und nicht als natürliche, frei fließende Bewegungen - also entwickelte er seine eigene Interpretation. Das Ergebnis war, dass Jigoro Kano oft als Shihan - das japanische Wort für Lehrmeister - bezeichnet wird, und in Judo-Kreisen gehört dieser Ehrentitel allein ihm.

Der Shihan betrachtete die vorher abgesprochenen Formen als eine Schwäche und begann Wege zu suchen, wie man die Techniken Randori, wie er es nannte, also in freien Bewegungen anwenden könnte. Bei dieser Suche kam er zu der Erkenntnis, dass eine der wichtigsten Fähigkeiten die des Kuzushi war: Den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, was den Judoka in die Lage versetzte, Gegner zu Boden zu werfen, die größer oder stärker waren als er. Dem Shihan war allerdings bald klar, dass die Schlagtechniken beim Randori zu gefährlich waren - aber er beließ sie in den Formalübungen des Koto. Der wichtigste Unterschied zwischen den Bewegungen des Randori und des Koto ist, dass Randori in der Praxis und beim Sparring frei ausgeübt wird, während Koto formal und idealisiert ist, um spezielle Kampfprinzipien darzustellen.

Die Standtechniken des Judo werden eingesetzt, um den Partner kontrolliert zu Boden zu werfen, und zwar mit Hilfe von Händen, Hüften und Beinen. Sie schließen auch Techniken ein, bei denen Sie Ihre eigene Balance aufgeben und zu Boden fallen, um Ihren Partner zu werfen. Die Bodentechniken des Judo sind eine logische Folgebewegung der Standtechniken und sollten nicht isoliert geübt werden. Sie bestehen aus Manövern, in denen Sie Ihren Partner auf seinem Rücken festhalten, sodass er nicht entkommen kann. In Verbindung mit den Haltegriffen werden beim Judo auch Hebelgriffe angewandt, bei Wettkämpfen allerdings nur am Ellbogen.

Weil zum Judo auch Würfe gehören, ist es wichtig, dass Sie richtig fallen, ohne sich zu verletzen. Das wird in einem bestimmten Raum geübt: dem Do/o. Der Dojo hat Matten oder Tatami, die aus Sicherheitsgründen den Boden bedecken. Bei Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen kann ein Judoka seinen Sport viele Jahre ausüben, ohne sich zu verletzen. Die Matten sind so angefertigt, dass sie den Fall abfedern. Die ersten Judo-Matten bestanden aus gepresstem Stroh mit Binsenpolsterung; heutige Matten bestehen aus gepresstem Synthetikmaterial wie Neopren und sind mit Vinyl bezogen. Alle Judoka tragen einen Judo-Gi, eine Kampfkleidung, die an einen weiten Anzug ohne Knöpfe und Taschen - aus Sicherheitsgründen - erinnert; gekämpft wird barfuss. Die Jacke wird mit einem Gürtel geschlossen, dessen Farbe den Grad seines Trägers verrät.

Abschließend wird Judo am besten mit den Worten seines Gründers Jigoro Kano definiert, der 1915 feststellte, Judo stelle den »höchsten oder wirksamsten Einsatz körperlicher und geistiger Energie« dar.

Gewichtsklassen

Bei den Herren gibt es folgende Gewichtsklassen:

  • Superleichtgewicht (bis 60 Kilogramm),
  • Halbleichtgewicht (bis 66 Kilogramm),
  • Leichtgewicht (bis 73 Kilogramm),
  • Halbmittelgewicht (bis 81 Kilogramm),
  • Mittelgewicht (bis 90 Kilogramm),
  • Halbschwergewicht (bis 100 Kilogramm) und
  • Schwergewicht (über 100 Kilogramm).
Die so genannte Allkategorie wird nur bei Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen.
Von 1964 bis 1984 war diese Gewichtsklasse auch olympisch.

Bei den Frauen gibt es die folgenden Gewichtsklassen:

  • Superleichtgewicht (bis 48 Kilogramm),
  • Halbleichtgewicht (bis 52 Kilogramm),
  • Leichtgewicht (bis 57 Kilogramm),
  • Halbmittelgewicht (bis 63 Kilogramm),
  • Mittelgewicht (bis 70 Kilogramm),
  • Halbschwergewicht (bis 78 Kilogramm) und
  • Schwergewicht (über 78 Kilogramm).

Gurt

Die Judoka werden nach ihrem Kenntnisstand und ihrer Erfahrung in die Grade Kyu (Schüler) und Dan (Meister) eingeteilt.
Der höchstmögliche Grad ist der 12. Dan, der nur Jigoro Kano, dem einzigen Shihan (Doktor), verliehen wurde.
Daneben wurde der rote Gurt für den 10. Dan bisher an 13 Männer vergeben. Die Farbe des Gurtes ist vom ersten bis zum fünften Dan schwarz, vom sechsten bis zum achten Dan rot-weiß, vom neunten bis elften Dan rot, und der Gurt des zwölften Dan ist weiß.

Die Gürtelfarbe der neun Kyu-Grade sind in absteigender Reihenfolge:

  • braun (erster Kyu),
  • blau,
  • grün,
  • orange-grün,
  • orange,
  • gelb-orange,
  • gelb,
  • weiß-gelb,
  • weiß (neunter Kyu).

Bis auf den neunten Kyu, dem Anfängergrad, werden in der Regel alle Grade durch Prüfungen erworben, in Ausnahmefällen auch durch Kampferfolge.

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